Leistungen von Ursula Appelt Physiotherapie & Krankengymnastik
Krankengymnastik (KG)
Krankengymnastik ist ein zentraler Bestandteil der Physiotherapie. Sie wird eingesetzt, um Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Belastbarkeit zu verbessern oder wiederherzustellen. Häufig kommt sie nach Unfällen, Operationen oder bei orthopädischen Erkrankungen zum Einsatz, zum Beispiel bei Beschwerden an Wirbelsäule, Schulter, Knie, Hüfte oder anderen Gelenken.
Ziel der Krankengymnastik ist es, Einschränkungen gezielt zu behandeln und die natürlichen Bewegungsabläufe des Körpers zu fördern. Dafür nutzen wir aktive Übungen, mobilisierende Techniken, Anleitungen zur Körperwahrnehmung sowie individuell angepasste Bewegungsprogramme. Auch der Aufbau geschwächter Muskulatur, die Verbesserung der Haltung und die Schulung alltagsnaher Bewegungen können Teil der Behandlung sein.
Ein weiterer Bestandteil kann die Behandlung der Faszien sein. Faszien umgeben Muskeln, Gelenke und andere Strukturen des Körpers und können bei Verspannungen, Bewegungseinschränkungen oder Schmerzen eine Rolle spielen. Durch gezieltes Lockern und Bearbeiten des Gewebes kann die Therapeutin dazu beitragen, Spannungen zu lösen, die Beweglichkeit zu unterstützen und das Körpergefühl zu verbessern.
Je nach Beschwerdebild können ergänzend Elemente wie Atemübungen, Übungen zur Stabilisation oder Maßnahmen zur Entlastung eingesetzt werden. Sie erhalten außerdem praktische Hinweise, wie Sie Ihre Therapie durch einfache Übungen zu Hause unterstützen können.
Die Krankengymnastik wird immer auf Ihre persönliche Situation abgestimmt – mit dem Ziel, Schmerzen zu reduzieren, Beweglichkeit zu fördern und Ihnen mehr Sicherheit im Alltag zu geben.
CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion
CMD steht für Craniomandibuläre Dysfunktion und beschreibt Beschwerden im Zusammenspiel von Kiefergelenk, Kaumuskulatur, Zähnen, Kopf, Nacken und Wirbelsäule. Häufig äußert sich CMD durch Schmerzen oder Spannungsgefühle im Kieferbereich, Knacken oder Einschränkungen beim Öffnen des Mundes, Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder Beschwerden im Schulterbereich.
In der physiotherapeutischen Behandlung betrachten wir nicht nur den Kiefer selbst, sondern auch angrenzende Bereiche wie Halswirbelsäule, Schultern und Haltung. Denn Kiefergelenk, Muskulatur und Körperstatik stehen in enger Verbindung zueinander. Ziel ist es, Spannungen zu reduzieren, Beweglichkeit zu verbessern und das natürliche Zusammenspiel der beteiligten Strukturen zu unterstützen.
Dafür nutzen wir je nach Beschwerdebild manuelle Techniken, gezielte Lockerungen der Kaumuskulatur, mobilisierende Griffe sowie Übungen zur Wahrnehmung und Entspannung. Auch die Behandlung von Nacken- und Schulterverspannungen kann ein wichtiger Bestandteil sein. Ergänzend erhalten Sie praktische Hinweise und einfache Übungen, mit denen Sie die Therapie zu Hause unterstützen können.
Die CMD-Behandlung wird individuell auf Ihre Beschwerden und Ihre persönliche Situation abgestimmt. Bei Bedarf kann sie auch begleitend zu einer zahnärztlichen oder kieferorthopädischen Behandlung erfolgen, zum Beispiel im Zusammenhang mit einer Aufbissschiene. Unser Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Beweglichkeit zu fördern und Ihnen wieder mehr Entspannung und Sicherheit im Alltag zu geben.
Bobath für Erwachsene (KG-ZNS)
Die Krankengymnastik nach Bobath für Erwachsene, auch KG-ZNS genannt, richtet sich an Patientinnen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen oder Störungen des zentralen Nervensystems. Sie kann zum Beispiel nach einem Schlaganfall, bei Morbus Parkinson, Multipler Sklerose oder anderen neurologischen Beschwerdebildern verordnet werden. Im Mittelpunkt der Behandlung steht die Förderung physiologischer Bewegungsmuster. Durch gezielte therapeutische Reize und angepasste Übungen sollen Bewegungsabläufe verbessert, Muskelspannung reguliert und vorhandene Fähigkeiten bestmöglich genutzt werden. Ziel ist es, die Selbstständigkeit im Alltag zu fördern und Bewegungen wieder sicherer, koordinierter und ökonomischer ausführen zu können.
Die Behandlung nach Bobath orientiert sich immer an den individuellen Möglichkeiten und Bedürfnissen der Patientin oder des Patienten. Dabei werden Alltagsbewegungen wie Aufstehen, Gehen, Greifen, Drehen oder Lagewechsel gezielt einbezogen. Auch Gleichgewicht, Körperwahrnehmung und Haltungskontrolle können wichtige Bestandteile der Therapie sein.
Unsere Aufgabe ist es, Sie achtsam und fachkundig zu begleiten, Fortschritte zu unterstützen und gemeinsam realistische Therapieziele zu verfolgen.
Klassische Massagetherapie (KMT)
Die Klassische Massagetherapie wird eingesetzt, um verspannte oder verhärtete Muskulatur zu lockern, Schmerzen zu lindern und die Durchblutung zu fördern. Sie kann bei muskulären Beschwerden, Bewegungseinschränkungen oder als ergänzende Maßnahme innerhalb eines physiotherapeutischen Behandlungsplans sinnvoll sein.
Durch gezielte Grifftechniken werden Haut, Bindegewebe und Muskulatur behandelt. Dabei können Verspannungen gelöst und der Stoffwechsel im Gewebe angeregt werden. Viele Patientinnen und Patienten empfinden die Behandlung zudem als wohltuend und entspannend, besonders wenn Beschwerden durch Fehlbelastungen, einseitige Haltung oder Stress verstärkt werden.
Die Klassische Massagetherapie eignet sich unter anderem bei schmerzhaften Muskelverspannungen im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich, bei muskulären Dysbalancen oder zur Unterstützung der Regeneration. Je nach ärztlicher Verordnung und individueller Situation kann sie mit weiteren physiotherapeutischen Maßnahmen kombiniert werden.
Vor Beginn der Behandlung stimmen wir die Intensität und den Schwerpunkt der Massage auf Ihre Beschwerden ab. So entsteht eine gezielte Therapie, die Entspannung, Schmerzlinderung und Beweglichkeit unterstützen kann.
Heiße Rolle
Die Heiße Rolle ist eine bewährte Wärmeanwendung in der Physiotherapie. Dabei werden fest aufgerollte Handtücher mit heißem Wasser getränkt und gezielt auf bestimmte Körperbereiche aufgetragen. Die Wärme wird intensiv, aber gut dosierbar an das Gewebe abgegeben.
Diese Anwendung kann helfen, verspannte Muskulatur zu lockern, die Durchblutung zu fördern und Schmerzen zu lindern. Häufig wird die Heiße Rolle bei muskulären Verspannungen, Bewegungseinschränkungen oder zur Vorbereitung auf weitere physiotherapeutische Maßnahmen eingesetzt. Durch die lokale Wärme kann das Gewebe besser durchblutet werden, wodurch sich anschließende Behandlungen oft angenehmer und wirkungsvoller anfühlen.
Die Heiße Rolle wird individuell auf die jeweilige Körperregion und das persönliche Wärmeempfinden abgestimmt. Sie kann besonders im Rücken-, Schulter- und Nackenbereich wohltuend sein, kommt aber auch in anderen Bereichen zum Einsatz, wenn Wärme therapeutisch sinnvoll ist.
Als ergänzende Maßnahme unterstützt die Heiße Rolle die Entspannung und kann dazu beitragen, den Körper auf aktive oder manuelle Therapieformen vorzubereiten.
Manuelle Lymphdrainage (MLD)
Die Manuelle Lymphdrainage ist eine spezielle physiotherapeutische Behandlung zur Unterstützung des Lymphabflusses. Sie wird bei Schwellungen und Ödemen eingesetzt, die zum Beispiel nach Operationen, Verletzungen, rheumatischen Erkrankungen oder im Zusammenhang mit Krebserkrankungen auftreten können.
Mit sanften, rhythmischen Grifftechniken wird das Lymphsystem angeregt. Ziel ist es, angestaute Flüssigkeit im Gewebe besser abzutransportieren und Schwellungen zu reduzieren. Die Behandlung ist in der Regel sehr ruhig und schonend und wird individuell an die betroffene Körperregion sowie an die Ursache der Schwellung angepasst.
Je nach ärztlicher Verordnung kann die Manuelle Lymphdrainage durch weitere Maßnahmen ergänzt werden. Dazu gehören zum Beispiel Kompressionsbandagierung, Bewegungstherapie oder Anleitung zu entstauenden Übungen. Besonders wichtig ist eine sorgfältige Abstimmung der Therapie, damit der Behandlungserfolg im Alltag möglichst gut unterstützt wird.
Die Manuelle Lymphdrainage kann helfen, Spannungsgefühle zu verringern, Beweglichkeit zu verbessern und betroffene Körperregionen zu entlasten. Wir beraten Sie gerne, welche unterstützenden Maßnahmen für Ihre Situation sinnvoll sind.
Hausbesuche (HB)
Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht in unsere Praxis kommen können, bieten wir nach ärztlicher Verordnung auch Hausbesuche an. Hausbesuche ermöglichen physiotherapeutische Behandlung in der vertrauten Umgebung der Patientin oder des Patienten – zu Hause, in einer Pflegeeinrichtung oder je nach Situation an einem anderen geeigneten Ort.
Ein Hausbesuch kann zum Beispiel nach Operationen, bei eingeschränkter Mobilität, neurologischen Erkrankungen oder schweren akuten Beschwerden notwendig sein. Die Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Verordnung und Ihren persönlichen Möglichkeiten. Ziel ist es, Beweglichkeit, Kraft, Sicherheit und Selbstständigkeit im Alltag zu fördern.
Ein Vorteil der Behandlung zu Hause ist, dass alltägliche Bewegungsabläufe direkt in der gewohnten Umgebung geübt werden können. Dazu zählen zum Beispiel Aufstehen, Gehen, Treppensteigen, Transfers oder das sichere Bewegen innerhalb der Wohnung. Auch Angehörige können bei Bedarf Hinweise erhalten, wie sie unterstützend helfen können.
Bitte beachten Sie, dass Hausbesuche in der Regel eine entsprechende ärztliche Verordnung voraussetzen. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Fragen zur Terminvereinbarung oder zum Ablauf haben.
Manuelle Therapie (MT)
Die Manuelle Therapie ist eine spezialisierte physiotherapeutische Behandlung bei Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. Sie kommt zum Einsatz, wenn Gelenke, Muskeln oder Nerven in ihrem Zusammenspiel eingeschränkt sind und dadurch Schmerzen oder Bewegungsprobleme entstehen.
Mit gezielten Untersuchungstechniken wird zunächst festgestellt, welche Strukturen betroffen sind und wie sich die Beschwerden äußern. Anschließend werden mobilisierende Griffe, sanfte Gelenktechniken, Weichteiltechniken und aktive Übungen eingesetzt, um Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu reduzieren. Die Behandlung wird immer an die individuelle Belastbarkeit angepasst.
Manuelle Therapie kann bei Beschwerden an Wirbelsäule, Schulter, Ellenbogen, Hand, Hüfte, Knie, Fuß oder Kiefergelenk eingesetzt werden. Auch bei funktionellen Störungen des Kiefergelenks, häufig als CMD bezeichnet, kann sie eine unterstützende Rolle spielen.
Ziel der Manuellen Therapie ist es, die natürliche Bewegungsfunktion zu verbessern und das Zusammenspiel von Gelenken, Muskulatur und Nervensystem zu unterstützen. Ergänzend erhalten Sie häufig Übungen und alltagsnahe Empfehlungen, damit der Behandlungserfolg langfristig stabilisiert werden kann.